AI Lunch and Learn: Fünf Einblicke aus unserem wöchentlichen KI-Austausch

Jeden Mittwoch treffen wir uns zum AI Lunch and Learn und teilen unsere KI-Erfahrungen aus dem Alltag. Diese Woche: synchrones Multi-Device-Testing, ein selbstgebauter Bucheditor, Figma to Code, der Drupal MCP Server und unser autonomer Developer Assistant Pixi.

Ink-Illustration: runder Tisch mit Laptop und Teller, darüber eine rote Glühbirne, Symbol für das AI Lunch and Learn bei NETNODE

Jeden Mittwoch treffen wir uns bei NETNODE zum AI Lunch and Learn. Alle zeigen, was in den letzten Tagen und Wochen mit KI funktioniert hat, was nicht, und was daraus entstanden ist. Dieser regelmässige Austausch ist ein Grund, warum wir als Team schnell ein tiefes Verständnis für KI aufgebaut haben und es laufend weiter ausbauen. Diese Woche lagen fünf Themen auf dem Tisch.

Inhalt

Multi Device Website Testing

Michi hat einen Prototyp gebaut, der Webseiten gleichzeitig auf dem Desktop und auf einem physischen Smartphone testet. Beide Screens sind nebeneinander sichtbar. Eine Interaktion auf dem Desktop wird zeitgleich auch auf dem Mobilgerät ausgeführt. Die Idee dahinter: Tests laufen synchron auf beiden Geräten statt zweimal nacheinander.

Wer Webseiten abnimmt, kennt das Problem. Desktop geprüft, mobile vergessen. Oder umgekehrt. Mit dem synchronen Setup sieht man Unterschiede im Layout und im Verhalten sofort, auf echter Hardware statt in einer Emulation.

Ein eigener Editor für ein Buch über Agentic AI

Ich schreibe zurzeit ein Buch über Agentic AI. Statt zu Word oder Google Docs zu greifen, habe ich mir dafür einen eigenen Editor gebaut. Im Kern ist es ein Markdown-Editor, nicht mehr. Den Unterschied macht die Outline: Sie ist als Tabelle neben dem Manuskript dargestellt und zeigt für jedes Kapitel und jeden Abschnitt die Wortzahl, einen Status (Draft, Editing, Revise, Final) und eine Kommentarspalte für Notizen wie "allenfalls noch kürzen".

So sehe ich auf einen Blick, welche Teile des Buchs fertig sind und wo noch Arbeit wartet. Dazu kommen eine deutsche und eine englische Sprachversion pro Kapitel, Versionierung über Git und ein PDF-Export direkt aus dem Editor.

Screenshot des Buch-Editors: links die Outline als Tabelle mit Wortzahl, Status und Kommentaren, rechts das Manuskript
Der Buch-Editor: links die Outline mit Status pro Abschnitt, rechts das Manuskript

Ein Werkzeug, das genau ein Problem löst. Gebaut in kurzer Zeit, weil KI-Coding-Tools wie Claude Code solche Custom-Lösungen heute erschwinglich machen.

Figma to Code mit dem Figma MCP

Sandro hat in einem Kundenprojekt den Figma MCP Server ausprobiert. Das Konzept: ganze Pages und deren Sections direkt aus Figma exportieren und daraus CMS-Komponenten bauen, die mit dem Puck Editor kompatibel sind. Das Resultat war praktisch perfekt.

Der Weg vom Design zur umgesetzten Komponente wird damit deutlich kürzer. Das Design bleibt in Figma die Quelle der Wahrheit, der Code entsteht daraus fast ohne Handarbeit.

Drupal MCP: Drupal wird agentic ready

Yannick zeigte die neuste Generation des MCP Servers für Drupal. Das MCP-Ökosystem rund um Drupal hat sich stabilisiert. Damit wird Drupal agentic ready: Tools wie Claude Code oder ChatGPT authentifizieren sich gegenüber der Drupal-Seite und interagieren direkt mit den Daten im CMS. Die Grundlage dafür ist das offene Model Context Protocol.

Zurzeit erarbeiten wir eine Funktion, die Inhalte aus einem Word-File via Drupal MCP direkt in die Datenstruktur von Drupal einliest. Das erspart mühsames Copy-Paste. Verbunden mit Agent Commands und den passenden Workflows entstehen so neue Automatisierungen: für die Erfassung und Bearbeitung von Content, aber auch für administrative Arbeiten wie das Erstellen eines neuen Content Types.

Pixi, unser autonomer Developer Assistant

Früher hiess er Obelix, heute heisst er Pixi. Unser autonomer Developer Assistant ist im aktiven Einsatz und arbeitet zuverlässig, vor allem bei einfachen Aufgaben.

In einem aktuellen Projekt in der Endphase arbeiten wir viele kleine Feedbacks und Korrekturen ab. Genau dabei hilft Pixi. Der Ablauf: Ein Mensch prüft jedes Feedback. Ist es valid oder braucht es Rücksprache mit dem Kunden? Und ist es ein Task für Pixi? Wenn ja, wird Pixi zugewiesen und erledigt die Aufgabe autonom. Am Ende verifiziert ein Mensch das Resultat.

So werden viele kleine Korrekturen schnell und unkompliziert abgearbeitet. Der Mensch bleibt in der Verantwortung, die Maschine übernimmt die Routine.

Was daraus entsteht

Es ist immer wieder faszinierend, welche Lösungen aus diesem wöchentlichen Austausch entstehen. Kein Thema war von langer Hand geplant. Alles kommt aus der täglichen Arbeit und fliesst direkt wieder in Kundenprojekte zurück.

Wir teilen diese Erfahrungen auch ausserhalb von NETNODE: Jeden Monat führen wir Webinare zum Thema AI durch, eines davon spezifisch zu Agentic AI. Alle Termine und die Anmeldung finden Sie unter netnode.ch/webinars.

Referenzen

Lassen Sie uns darüber sprechen

Sie möchten wissen, wie KI und agentische Workflows Ihr Projekt konkret voranbringen? Wir zeigen Ihnen gerne, was heute schon zuverlässig funktioniert. Das erste Gespräch ist immer kostenlos.

Jetzt Kontakt aufnehmen

Blog ·

Lukas Fischer

Lukas Fischer

CEO/Gründer, Solution Engineer, Consulting/Strategy

Haben Sie Fragen zu diesem Thema?

Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme und berate Sie gerne persönlich.

Später lesen

Keine Zeit? Senden Sie sich den Artikel an die eigene Inbox.

Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden.

Fachbeiträge zu Digital, KI und Engineering. Abmeldung jederzeit möglich.