KI Lunch & Learn: Server-Dashboard, Drupal-Übersicht und Kraftwerk

Einmal mehr KI Lunch & Learn bei NETNODE: Tobi zeigt ein Server-Dashboard für Kunden, Michi ersetzt ein Google Doc durch eine automatische Drupal-Versionsübersicht und Lukas stellt das Experiment Kraftwerk vor.

Ink-Illustration: Mittagstisch mit Server-Dashboard, Kartenstapel mit Checkmark und rotem Kraftwerk auf violettem Hintergrund

Beim KI Lunch & Learn trifft sich das NETNODE Team über Mittag und zeigt, woran es mit KI gerade arbeitet. Kein Foliensatz, keine Theorie. Jeder zeigt, was läuft, was klemmt und was er daraus gelernt hat. Diesmal auf dem Tisch: ein Server-Dashboard für Kunden, eine Drupal-Versionsübersicht im Kundenportal und ein Experiment namens Kraftwerk.

Inhalt

Tobi: Server-Metriken für Kunden sichtbar machen

Tobi hat ein Dashboard gebaut, mit dem Kunden die Metriken ihrer Server direkt einsehen können: Auslastung, Speicher, Verfügbarkeit. Bisher lagen diese Daten nur intern in unserem Monitoring.

Das Bemerkenswerte daran: Tobi ist kein Softwareentwickler. Er kennt aber die beteiligten Systeme in der Tiefe: das Monitoring mit Zabbix und unser Kundenportal auf Basis von Next.js. Dazu arbeitet er mit Claude Code. Diese Kombination reichte, um das Dashboard in kurzer Zeit umzusetzen. Wer die Umsysteme versteht, kann mit KI-Werkzeugen heute Software bauen, für die früher ein Entwicklungsteam nötig war.

Der Code läuft aktuell auf einem Stage-System und wird dort getestet und im Code-Review geprüft. In Kürze schalten wir das Server-Dashboard als Betafunktion in der produktiven Umgebung frei.

Michi: Drupal-Versionen im Portal statt im Google Doc

Wer viele Drupal-Websites betreibt, muss den Überblick behalten: Welche Site läuft auf welcher Core-Version? Wo steht ein Update an? Bei uns lebte diese Liste bisher in einem Google Doc. Manuell gepflegt, schnell veraltet.

Michi hat daraus eine Admin-Übersicht im Kundenportal gemacht. Sie listet die aktuellste Drupal-Core-Version und vergleicht sie mit dem tatsächlichen Stand jeder Live-Website. Der Abgleich passiert automatisch. Statt einer Liste, der man vertrauen muss, gibt es jetzt eine Ansicht, die den echten Zustand zeigt. Für unsere Kunden heisst das: Updates werden nicht mehr übersehen, Sicherheitslücken schneller geschlossen.

Lukas: Kraftwerk, ein Experiment für steuerbare Agenten-Workflows

Lukas zeigte ein Experiment mit dem Namen Kraftwerk. Die Idee: deterministische Skripte und LLM-Reasoning-Schritte in einer Plattform kombinieren. Was sich exakt vorschreiben lässt, läuft als Skript. Nur dort, wo Abwägung nötig ist, kommt das Sprachmodell ins Spiel.

Warum das? Agentische Workflows sind mächtig, aber oft schwer vorhersehbar. Kraftwerk soll sie berechenbarer und schneller machen und vor allem mehr Governance ermöglichen: Welche Tools, MCP-Server und CLIs darf ein Agent überhaupt verwenden? Wer solche Workflows für Kunden betreibt, braucht auf diese Fragen belastbare Antworten. Kraftwerk dürfte die Grundlage für die nächste Generation unserer agentischen Workflows werden.

Womit das Team arbeitet

Interessant war auch der Blick auf die Werkzeugkästen im Team. Für KI-gestützte Arbeit sind aktuell im Einsatz:

  • Herdr in Ghostty mit VS Code und AeroSpace
  • CMUX mit Tower
  • Herdr mit VS Code
  • Herdr mit AeroSpace, lazygit oder gitui und Vim
  • CMUX pur, gleich mehrfach im Team
  • CMUX mit VS Code

Auffällig: Es gibt kein vorgeschriebenes Setup. Jede Person kombiniert die Werkzeuge so, wie sie am schnellsten arbeitet. Die Erfahrungen fliessen dann am Lunch & Learn wieder zusammen.

Was das für Ihr Projekt bedeutet

Drei Beispiele, ein Muster: Leute, die ihre Systeme kennen, setzen mit KI-Werkzeugen Ideen um, die früher lange auf einer Wunschliste geblieben wären. Ein Dashboard entsteht in Tagen statt Wochen. Eine manuell gepflegte Liste wird zur automatischen Übersicht. Und mit Kraftwerk arbeiten wir daran, dass solche Automatisierung kontrollierbar bleibt.

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Lukas Fischer

Lukas Fischer

CEO/Gründer, Solution Engineer, Consulting/Strategy

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