Guide Museum für Gestaltung
Digitale Vermittlung neu gedacht
Eine flexible Plattform für digitale Kunstvermittlung: Gemeinsam mit dem Museum für Gestaltung Zürich entwickelte NETNODE einen mobilen Digital Guide, der Besuchende intuitiv durch Ausstellungen führt und kuratierte Inhalte langfristig wiederverwendbar macht.

Die Kundin.
Das Museum für Gestaltung Zürich ist das führende Schweizer Museum für Design und visuelle Kommunikation und Teil der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK. Mit seinen Standorten an der Ausstellungsstrasse, im Toni-Areal sowie im Pavillon Le Corbusier verbindet das Museum Ausstellungen, Forschung, Sammlung und Vermittlung auf internationalem Niveau.
Die Sammlung umfasst über eine halbe Million Objekte aus Grafik-, Produkt-, Industrie- und Kommunikationsdesign und zählt zu den bedeutendsten Designsammlungen weltweit. Neben klassischen Ausstellungen entwickelt das Museum kontinuierlich neue Formen der kulturellen Vermittlung und experimentiert mit digitalen Formaten, um Inhalte zeitgemäss zugänglich zu machen.
Mit dem neuen Guide verfolgte das Museum das Ziel, digitale Vermittlung stärker in das reale Ausstellungserlebnis zu integrieren und gleichzeitig eine langfristig skalierbare Grundlage für zukünftige hybride Ausstellungsformate zu schaffen.
Ausgangslage
Das Museum für Gestaltung Zürich suchte nach einer neuen Form digitaler Vermittlung, die sich nahtlos in den Ausstellungsbesuch integriert — ohne dabei die physische Ausstellung zu überlagern. Der bestehende eGuide war stark auf einzelne Sammlungsinhalte ausgerichtet und bot nur begrenzte Möglichkeiten für flexible Weiterentwicklungen. Gleichzeitig entstand mit neuen Ausstellungen und neuen Räumen das Bedürfnis nach einer skalierbaren digitalen Plattform, die langfristig für unterschiedliche Formate genutzt werden kann.
Im Zentrum stand die Frage, wie «digitales Material» gezielt dort eingesetzt werden kann, wo es den Museumsbesuch sinnvoll ergänzt — unterstützend statt aufdringlich. Zudem sollte der umfangreiche kuratorische Fundus einfacher zugänglich und in neuen Formaten erlebbar gemacht werden. Besonders wichtig war dabei eine flexible Content-Struktur, die zukünftige Ausstellungen ohne zusätzliche Entwicklungsaufwände ermöglicht.
Herausforderung
Die grösste Herausforderung bestand darin, einen Digital Guide zu gestalten, der Orientierung bietet, ohne die Aufmerksamkeit von der Ausstellung selbst abzuziehen. Die digitale Experience sollte Besucher:innen begleiten — nicht dominieren.
Gleichzeitig mussten sehr unterschiedliche Anforderungen zusammengeführt werden:
- ein intuitives mobiles Erlebnis
- flexible kuratorische Inhalte
- unterschiedliche Ausstellungstypen
- langfristige Skalierbarkeit
- einfache Content-Pflege
- Wiederverwendung bestehender Inhalte
- barrierearme Nutzung
- eine visuelle Sprache im Kontext von Swiss Design
Besonders anspruchsvoll war die Entwicklung eines Story-Formats, das den umfangreichen Fundus des Museums zugänglich macht und Besucher:innen zum Entdecken einlädt — ohne klassische Such- oder Archivlogik.
Lösung
NETNODE entwickelte gemeinsam mit dem Museum für Gestaltung Zürich eine flexible Plattform für digitale Vermittlung auf Basis eines NodeHive Multispace Setups mit Headless Drupal und einem Next.js Frontend.
Der Guide wurde als konsequente Mobile-Only Experience konzipiert und orientiert sich visuell an der bestehenden Website des Museums. Das reduzierte Interface, animierte Elemente und die klare Gestaltung folgen den Prinzipien des Swiss Design und schaffen eine ruhige, intuitive Nutzerführung.
Die Plattform verbindet drei unterschiedliche Zugänge zur Ausstellung:
Touren
Geführte Rundgänge begleiten Besucher:innen gezielt durch die Ausstellung und ermöglichen unterschiedliche Perspektiven und Bedürfnisse.
Stories
Kuratorische Geschichten machen den umfangreichen Fundus des Museums explorativ erlebbar und laden zum Stöbern und Entdecken ein.
Objekte
QR-Codes innerhalb der Ausstellung ermöglichen direkte Einstiegspunkte zu vertiefenden Informationen, Audioinhalten und weiterführenden Kontexten.
Stories und Objekte sind intelligent querverlinkt, wodurch ein nicht-linearer Zugang zur Ausstellung entsteht. Besucher:innen können Inhalte frei erkunden und gleichzeitig einer kuratierten Dramaturgie folgen.
Ein persistent integrierter Audio-Player erlaubt es, Inhalte weiterzuhören, während parallel im Guide oder in der Ausstellung navigiert wird. Videos werden direkt aus dem bestehenden Medienarchiv der ZHdK gestreamt und nahtlos integriert.
Resultate.
Mit dem neuen Guide entstand eine zukunftsfähige Plattform für digitale Vermittlung, die kuratorische Inhalte flexibel nutzbar macht und den Museumsbesuch gezielt erweitert.
Die wichtigsten Resultate:
- Guides können eigenständig erstellt und veröffentlicht werden
- digitale Vermittlung wurde vereinheitlicht
- bestehende Inhalte können wiederverwendet werden
- Besucher:innen entdecken Inhalte intuitiver
- die Plattform ist flexibel skalierbar
- neue Ausstellungen können effizient integriert werden
- kuratorische Inhalte sind strukturierter zugänglich
Der Guide schafft damit die Grundlage für zukünftige digitale Vermittlungsformate und neue hybride Ausstellungserlebnisse.
Sind Sie bereit, loszulegen?
















